»Um Himmels willen, warum denn nicht?«
»Fürchtest du dich vor dem Gespensterhaus?«
»N–nein.«
»Gut, also dann komm um zehn oder elf Uhr heute nacht dorthin; steig’ die Leiter ’rauf, die Treppe ist abgebrochen – da wirst du mich finden. Ich wohn’ im Gespensterhaus, weil ich keinen anderen Unterschlupf hab’.« – Sie ging nach der Thür, stand aber wieder still. »Gieb mir den Dollarschein.« Er reichte ihr das Papier, sie betrachtete es nachdenklich: »Vielleicht will die Bank auch nicht mehr zahlen,« murmelte sie und wollte gehen; vorher aber fragte sie noch: »Hast du einen Schluck Branntwein?«
»Ja, einen Tropfen.«
»Hol’ mir’s.«
Er lief in sein Zimmer hinauf und kam mit einer Flasche zurück, die noch über die Hälfte voll war. Ihre Augen funkelten; sie führte die Flasche zum Munde, trank daraus und steckte sie dann unter ihr Tuch. »Die Sorte ist gut,« sagte sie, »das nehm’ ich mit.«
Tom geleitete sie bis zur Thür, die er öffnete, worauf sie wie ein Grenadier in stolzer, aufrechter Haltung hinausmarschierte.