»Meiner Treu, du wärst es imstande gewesen. Querkopf Wilson, ich glaube wahrhaftig, du bist der thörichtste Mensch, der mir je vorgekommen ist.«
»Sehr verbunden.«
»Keine Ursache.«
»Also, dein Onkel hat verlangt, du sollst dich mit dem Italiener schlagen und du willst nicht! Du entarteter Sprößling eines ehrenwerten Stammes, schämst du dich denn gar nicht?«
»O, das ist mir alles ganz einerlei, nun das Testament zerrissen ist.«
»Sage mir die Wahrheit, Tom – hat Herr Driscoll sonst keinen Grund zur Unzufriedenheit mit dir, als daß du aufs Gericht gegangen bist und dich nicht schlagen willst?«
Bei dieser Frage beobachtete Wilson den jungen Menschen genau, aber Tom verzog keine Miene und entgegnete gelassen:
»Nein, er hat keine andere Klage gegen mich, sonst wäre er gestern damit herausgerückt, denn er war in nichtswürdiger Laune. Er hatte die beiden Hansnarren in der Stadt herumkutschiert, um ihnen alle Sehenswürdigkeiten zu zeigen, und als er nach Hause kam, konnte er seines Vaters alte, silberne Uhr nicht finden, die immer nachgeht und auf die er so große Stücke hält. Er hatte sie zuletzt vor drei oder vier Tagen in der Hand gehabt und wußte nicht, wo sie hingeraten sein könne. Als ich dazu kam, war er schon in großer Aufregung und wurde ganz wütend über meine Aeußerung, daß sie wahrscheinlich nicht verlegt, sondern gestohlen wäre. Er nannte mich einen Dummkopf, was mir ein Beweis war, daß er selbst schon an die Möglichkeit gedacht hatte, aber es sich nicht eingestehen wollte, weil bei verlorenen Sachen eher eine Wahrscheinlichkeit ist, daß sie sich wiederfinden, als bei gestohlenen.«
Wilson pfiff vor sich hin. »Da kommt also noch einer auf die Liste.«
»Noch einer – was für einer?«