»Nun, erstens habe ich sonst niemand im Verdacht und zweitens hat mir ein Karrenmann, ein Neger, der gerade des Weges fuhr, gesagt, er hätte sie in verschiedene Häuser hineingehen sehen, und in jedem von diesen Häusern war gestohlen worden.«

Gegen diese schlagenden Beweise fand niemand etwas einzuwenden. Alle schwiegen eine Weile nachdenklich, dann sagte Wilson:

»Ein Gutes ist doch dabei. Den kostbaren indischen Dolch des Grafen Luigi kann die Diebin weder verkaufen noch versetzen.«

»Du meine Güte,« rief Tom, »ist der auch gestohlen?«

»Jawohl.«

»Das nenne ich einen guten Fang! Aber weshalb kann sie das Messer weder verkaufen noch versetzen?«

»Weil die Zwillinge ihren Verlust überall den Pfandleihern und der Polizei angezeigt haben. Als sie gestern abend von der Versammlung der ›Freiheitssöhne‹ zurückkamen, waren inzwischen eine Menge Diebereien ruchbar geworden und Tante Patsy war außer sich vor Sorge, es möchte ihnen auch etwas abhanden gekommen sein. Sie entdeckten auch gleich, daß das Dolchmesser verschwunden war. Der Fang war wohl gut, aber der alten Frau kann er wenig nützen, weil man sie ohne Frage festnehmen wird.«

»Ist denn eine Belohnung ausgesetzt worden?« fragte Buckstone.

»Ja, fünfhundert Dollars für Rückgabe des Messers und außerdem noch fünfhundert für Einbringung des Diebes.«

»Was für eine dumme Idee,« rief der Konstabler. »Der Dieb wird sich wohl hüten, jemand mit dem Dolch zu schicken oder ihn selbst zurückzubringen, um sich erwischen zu lassen. Und welcher Pfandleiher würde sich wohl nicht die Gelegenheit zu nutze machen – –«