»Nein, es war nicht menschenmöglich, sie festzunehmen, sonst hätte es mir gelingen müssen.«
»Das thut mir wirklich leid um Ihretwillen, Blake, denn, wenn sich ein Polizeibeamter so zuversichtlich ausspricht, und hernach – –«
»O, seien Sie ganz außer Sorgen – auch die Stadt braucht sich nicht zu beunruhigen. Die Diebin entgeht mir nicht – verlassen Sie sich darauf. Ich kenne ihre Fährte; die Spuren, die ich gefunden habe – –«
»Wirklich! Aber sollten Sie sich nicht doch einen alten erfahrenen Detektiv von St. Louis kommen lassen, der Ihnen hilft, die Spuren zu verfolgen, damit sie nicht in die Irre gehen oder – –«
»Ich bin selber alt und erfahren genug und brauche niemandes Beistand. Es wird keine Woche – hm – keinen Monat vergehen, bis ich sie habe – das will ich beschwören.«
»Kommt Zeit, kommt Rat,« sagte Tom gelassen. »Aber sie soll ja wohl ziemlich alt sein und alte Leute leben oft nicht so lange Zeit, wie der vorsichtige Detektiv braucht, um alle Fäden in die Hand zu bekommen und seine heimliche Jagd zu beginnen.«
Blake wurde rot vor Zorn über den Spott; ehe er aber eine passende Erwiderung gefunden hatte, wandte sich Tom zu Wilson und fragte in gleichgültigstem Tone:
»Wer hat denn die Belohnung bekommen, David?«
Wilson biß sich auf die Lippen; jetzt kam die Reihe an ihn.
»Welche Belohnung?«