»Eine war ja wohl auf den Dieb gesetzt und die andere auf das Dolchmesser.«
»Hm,« antwortete Wilson zaudernd und in sichtlicher Verlegenheit, »ich weiß nicht, wie es kommt, aber bis jetzt hat sich noch niemand darum beworben.«
Tom sagte verwundert: »Das ist doch höchst merkwürdig.«
»Wenn es aber einmal der Fall ist, läßt sich’s nicht ändern,« entgegnete Wilson etwas ärgerlich.
»Gewiß. Ich dachte nur, du hättest ein Mittel erfunden und einen neuen Plan ausgeheckt, um die veralteten und unwirksamen Methoden der – –« Er unterbrach sich und fuhr zu dem Konstabler gewandt, fort: »Nicht wahr, Blake, Sie hatten es auch so verstanden, als brauche man die Verfolgung der alten Frau nicht weiter fortzusetzen?«
Der Konstabler war froh, daß nun jemand anders statt seiner in den Schraubstock kam.
»Meiner Seel’,« rief er, »Wilson hat gesagt, es würden nicht drei Tage vergehen, bis er den Dieb hätte, samt den gestohlenen Sachen, und das ist jetzt fast eine Woche her. Damals behauptete ich gleich, kein Dieb oder Diebsgenosse würde so dumm sein, etwas zu verkaufen oder zu versetzen, weil er doch wissen müßte, daß der Pfandleiher sich beide Belohnungen verschaffen könne, wenn er ihn samt seiner Beute auf die Polizei brächte. Es war der beste Gedanke, der mir jemals gekommen ist!«
»Sie würden wohl anderer Meinung sein,« entgegnete Wilson in gereiztem Ton, »wenn Sie meinen ganzen Plan kennten und nicht nur ein Bruchstück.«
»Je nun,« meinte Blake nachdenklich, »ich war eben von Anfang an überzeugt, daß Sie mit den zwei Belohnungen nichts ausrichten würden, und bisher habe ich auch recht behalten.«
»Meinetwegen – lassen wir’s dabei, bis auf weiteres. Mein Plan hat wenigstens ebensoviel Erfolg gehabt als Ihre eigenen Maßregeln, das werden Sie zugeben.«