Mast, ein reicher alter Bauer. Er hat große Reichtümer an Dünger geerbt, und sie durch eigenen Fleiß vermehrt. Im Bädeker stehen zwei Sternchen ** bei seinem Düngerhaufen[5]. Das Bild, das ein Schwarzwaldmaler davon macht, ist ein Meisterstück. Sogar der König kommt, ihn zu sehen. –
[5] Zwei Sternchen bei Bädeker bedeuten, daß etwas besonders sehenswert ist.
M. T.
Gretchen Mast, seine Tochter und Erbin.
Paul Hoch, ein Nachbarsohn, wirbt scheinbar um Gretchens Hand – eigentlich begehrt er den Dünger. Hoch hat selbst mehrere Wagenladungen der Schwarzwaldmünze und ist daher eine schätzbare Partie, er ist jedoch niedrig gesinnt, habgierig und gefühllos, während Gretchen ganz Gefühl und Poesie ist. Sobald sein Düngerhaufen eine gewisse Größe erreicht hat, will ihm der Alte seine Tochter geben.
Hans Schmidt, Nachbarssohn, voll Gefühl und Poesie, liebt Gretchen, und Gretchen liebt ihn; aber er hat keinen Dünger! Der alte Mast verbietet ihm sein Haus. Er geht gebrochenen Herzens fort, um im Walde zu sterben, fern von der grausamen Welt – denn, sagt er voll Bitterkeit: Was ist der Mensch ohne Dünger? –
(Es vergehen sechs Monate.)
Paul Hoch kommt zum alten Mast und sagt: »Endlich bin ich so reich, wie du verlangst, komm’ und sieh den Haufen!«
Der alte Mast beschaut ihn und ruft aus: »Es genügt – nimm sie und seid glücklich!« –