An beiden Orten wurden Diener gerufen. Dem einen wurde der Befehl gegeben: »Wirf noch mehr Walnußbaumholz ins Feuer und bringe mir ein siedheißes Glas Glühwein.« Dem andern wurde der Auftrag erteilt: »Lösche das Feuer und bringe mir zwei Palmblattfächer und eine Flasche Eiswasser.«

Dann wurden die jungen Leute weggeschickt, und die beiden älteren setzten sich nieder, um die angenehme Ueberraschung zu besprechen und Heiratspläne zu entwerfen.

Einige Minuten vorher stürzte Herr Burley aus dem Hause auf Telegraph Hill, ohne jemandem zu begegnen oder von jemand förmlichen Abschied zu nehmen. In unbewußter Nachahmung einer bekannten Stelle in einem Melodrama zischte er zwischen den Zähnen hervor: »Sein soll sie niemals werden! Ich hab's geschworen! Ehe die Natur ihren Winterhermelin abgelegt haben wird, um den Smaragdschmuck des Frühlings anzulegen, soll sie mein sein!«


III.

Ein paar Wochen später. – Drei oder vier Tage lang empfing Alonzo alle paar Stunden den Besuch eines sehr schmuck und gottesfürchtig aussehenden Geistlichen, der auf einem Auge schielte; nach seiner Visitenkarte war er der hochwürdige Melton Hargrave aus Cincinnati. Er sagte, er habe sich ›seiner Gesundheit wegen‹ von der Seelsorge zurückgezogen; wenn er gesagt hätte: ›wegen seiner Kränklichkeit‹, würde ihn sein gesundes Aussehen und sein kräftiger Körperbau stark Lügen gestraft haben. Er stellte sich als Erfinder einer Verbesserung an Telephonen vor, der durch Verkauf des bezüglichen Patents sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen hoffte. »Heutzutage,« sagte er, »kann jeder, der Lust hat, einen Telegraphendraht anzapfen, welcher ein Lied oder ein Konzert aus einem Staate in einen andern leitet, sein eigenes Telephon daranhängen und diebisch jene Musik anhören, während sie vorübergleitet. Meine Erfindung wird dem ein Ende machen.«

»Nun,« antwortete Alonzo, »was kann dem Eigentümer der Musik daran liegen, wenn ihm der Diebstahl nichts schadet?«

»Nichts,« sagte der Hochwürdige.

»Nun, also?« sagte Alonzo fragend.