»Ja und dann sagen wir, das haben wir alles gelernt, wie wir als Piraten ausgezogen sind und dann platzen sie erst recht vor Neid.«
»Na und ob! 's wird prächtig, Tom!«
So plauderten sie und bramarbasierten, aber allmählich wurden sie stiller und warfen nur noch gelegentlich eine Bemerkung hin. Die Pausen wurden häufiger, im selben Maße, wie ein sonderbares Ausspucken zunahm. Jede Pore innerhalb ihres Mundes schien zum rieselnden Brunnen geworden. Sie waren kaum imstande, die Höhlungen unter der Zunge schnell genug zu leeren, um eine Ueberschwemmung zu verhüten. Kleine Ergüsse den Hals hinunter kamen trotz aller Eile vor, denen jedesmal ein leichter Würganfall folgte. Beide Helden sahen nun recht blaß und elend aus. Joes kraftlosen Fingern entsank die Pfeife, Toms Pfeife folgte. Die Wasserwerke und Pumpen arbeiteten mit Macht. Endlich sagte Joe mit schwacher Stimme:
»Hab' da irgendwo mein Messer verloren. Will lieber mal gehen und suchen.«
Mit zitternden Lippen keuchte Tom:
»Ich helf' dir. Geh' du dorthin, ich mach' mich nach der Quelle. Nein, Huck, bleib', du brauchst nicht zu kommen, wir werden's schon finden!«
Huck setzte sich also nieder und wartete ungefähr eine Stunde. Dann fand er's langweilig und ging die Kameraden suchen.
Er fand sie auch, weit voneinander entfernt, mitten im Walde, beide sehr blaß, beide schlafend. Etwas aber in ihrer Umgebung bewies ihm, daß, falls sie Unannehmlichkeiten gehabt, sie sich derselben endgültig entledigt hatten.