»Wer ist der Ich?«
»Ei ich, der Huckleberry Finn. Schnell – um Gottes willen macht auf!«
»Sieh' mal einer, der Huckleberry Finn! Ist 'n Name, dem sich eigentlich nicht viele Thüren öffnen. Laßt ihn aber nur immer 'rein, Jungens, wollen mal hören, was er zu sagen hat.«
»Sagt's um Gottes willen keinem Menschen, daß ich's euch gesagt hab',« waren Hucks erste Worte, als er ins Haus trat, »bitte, bitte, verratet mich nicht, sie würden mich ja umbringen, so gewiß ich hier steh', – aber die Witwe da oben ist schon oft und oft gut gegen mich gewesen, und ich will's sagen, wenn ihr versprecht, nicht zu verraten, daß ich's gewesen bin!«
»Bei Gott, da muß was passiert sein, oder der Junge stellte sich nicht so an,« rief der alte Mann, »heraus damit, mein Sohn, und niemand soll je ein Sterbenswörtchen davon zu hören kriegen.«
Drei Minuten später stiegen der Alte und seine Söhne wohlbewaffnet den Berg hinan und drangen auf den Zehenspitzen vorsichtig in das Gehölz ein, die Flinten in der Hand. Huck begleitete sie nicht weiter. Er barg sich hinter einem großen Felsblock und lauschte. Zuerst ein drückendes, angstvolles Schweigen, das dann urplötzlich durch mehrere Schüsse und einen gellenden Aufschrei unterbrochen wurde. Näheres zu erfahren drängte es Huck nicht. Auf sprang er und fort und flog den Berg hinunter, so schnell ihn seine Füße zu tragen vermochten.