»So? Na, wo ist denn die Große Sahara? In England oder in Schottland?«

»Weder da noch dort – sie ist in Afrika.«

Da riß aber Jim die Augen auf! Mit riesiger Neugierde sah er sich das Land an; und das war auch kein Wunder, denn da waren ja seine Vorfahren hergekommen. Aber ich selber konnte es nur so halb und halb glauben; mir schien denn doch, eine so kolossale Reise könnten wir unmöglich gemacht haben.

Tom indessen war voll von seiner ›Entdeckung‹, wie er es nannte. Die Löwen und der Sand, sagte er, das bedeutete ganz bestimmt die große Wüste.

Jim sah immer noch durch das Fernrohr auf den Sand herunter. Auf einmal schüttelte er den Kopf und sagte:

»Massa Tom, da muß woll was nix richtig sein! Ich hab noch gar keine Nigger nix gesehen!«

»Das will nichts sagen! Sie leben nicht in der Wüste. Aber was ist denn das? Da hinten ganz in der Ferne? Gebt mir ’mal ’n Fernrohr!«

Er sah lange durch das Glas und sagte, es sähe aus wie ein langer schwarzer Strich, der sich über den Sand hinzöge, aber er könnte nicht begreifen, was es wohl sein möchte.

»Na,« sagte ich, »vielleicht hast du jetzt ’ne Möglichkeit, genau festzustellen, wo der Luftballon ist. Denn höchstwahrscheinlich ist das doch eine von den Linien, die auf der Karte verzeichnet sind, und die du Meridianlängen nanntest; wir brauchen bloß ’runterzugehen und uns die Nummer anzusehen und …«