»Massa Tom – wie sehr reich, mein’ Sie, daß wir werden tun?«

»Ja, das weiß ich noch nicht. Das muß erst ausgerechnet werden – und das ist gar nicht so leicht, denn es sind mehr als vier Millionen Quadratmeilen Sand zu zehn Cents die Phiole.«

Jim war fürchterlich aufgeregt, aber diese letzte Bemerkung gab ihm einen beträchtlichen Dämpfer. Er schüttelte den Kopf und sagte:

»Massa Tom – all die Violen können wir nix beschaffen – kein König nix hat so viele Violen. Wir mussen lieber nix die ganze Wüste wollen haben – Massa Tom, die Violen wer’n uns zu Grunden richten, warraftig!«

Toms Erregung ließ jetzt ebenfalls bedeutend nach und ich dachte, es sei von wegen der Phiolen – aber nein. Er saß da und dachte, und sein Gesicht wurde immer saurer und finsterer, und zuletzt sagte er:

»Jungens – die Sache wird nicht gehen. Wir müssen sie aufgeben!«

»Warum denn, Tom?«

»Wegen der Zollgebühren. So oft man über eine Grenze kommt – ’ne Grenze ist der Rand von einem Lande, wie ihr wohl wißt – so findet man dort ein Zollamt; und dann kommen die Zollbeamten heran und wühlen einem in den Sachen herum und erheben eine hohe Gebühr davon – und wenn wir nicht die Gebühr bezahlen, so beschummeln sie uns um unsern Sand. Sie nennen das ›konfiszieren‹ – aber damit können sie keinem Menschen was weismachen – es ist ganz einfach beschummeln. Wenn wir nun versuchen, den Sand auf dem Wege heimzubringen, auf dem wir jetzt sind, so müssen wir über so viele Grenzen wegsteigen, daß wir bald müde sein werden – denn da kommt Grenze hinter Grenze: Aegypten, Arabien, Hindustan usw., und an jeder stehen sie mit ihrer Zollgebühr bereit. Ihr seht also klar und deutlich: diesen Weg können wir nicht segeln!«

»Nu, Tom,« sagte ich, »wir können doch einfach über ihre ollen Grenzen wegsegeln. Wie sollten die uns daran hindern?«