Alle Mann halfen beim Auspacken; binnen acht Minuten lagen unsere Sachen draußen und der Ballon war segelfertig für Amerika. Wir schüttelten uns also zum Abschied die Hände und Tom gab seine letzten Befehle:
»Jetzt ist es zehn Minuten vor zwei, Sinaizeit. In vierundzwanzig Stunden seid ihr zu Hause, das ist sechs Uhr früh nach dortiger Zeit. Ihr landet ein bißchen seitwärts vom Ort auf dem Gipfel des Hügels, im Walde, so daß man euch nicht sieht. Dann springst du in die Stadt, Jim, und steckst beim Posthaus diese Briefe in den Kasten, und wenn schon jemand auf den Beinen sein sollte, ziehst du dir den Schlapphut ins Gesicht; so wird man dich nicht erkennen. Dann schlüpfst du von hinten in unsere Küche hinein und nimmst die Pfeife und legst diesen Zettel auf den Küchentisch; leg’ irgend ’was drauf, damit er nicht ’runterfliegt. Dann schleiche dich hinaus und mach’ dich dünne und lass’ ja nicht Tante Polly oder sonst jemand dich zu Gesicht kriegen. Lauf so schnell du kannst nach dem Ballon und sause mit Dreihundertmeilen-Geschwindigkeit nach dem Berg Sinai zurück. Du wirst dich nicht länger als ’ne Stunde aufzuhalten haben. Um sieben oder acht, heimatliche Ortszeit, wirst du wieder abfahren und bist in vierundzwanzig Stunden zurück, kommst also um zwei oder drei Uhr nachmittags, Sinaizeit, hier an.«
Den Zettel las Tom uns vor. Er hatte darauf geschrieben:
»Donnerstag nachmittag. Tom Sawyer, der Erronauter, sendet seiner Tante Polly herzliche Grüße vom Berge Sinai, wo die Arche war;[5] desgleichen Huck Finn; und sie wird den Zettel morgen früh um halb sieben kriegen.
Tom Sawyer, Erronauter.«
[5] Dieser Irrtum in Betreff der Arche ist wahrscheinlich nicht Tom, sondern Huck auf Rechnung zu setzen.
M. T.
»Da wird sie die Augen aufreißen und die Tränen werden ihr ’rausschießen,« sagte Tom. Und dann:
»Achtung! Eins – zwei – drei – los!!«