»O Eduard, wie schrecklich!« Weinend hielt sie die Wechsel in die Höhe.
»Wirf sie ins Feuer, rasch, damit wir nicht in Versuchung kommen. Es ist nur eine Hinterlist, um uns ins Verderben zu locken – uns dem Hohn und Spott der Leute preiszugeben wie die andern. Wenn du es nicht thun kannst, gieb sie mir.« Er riß ihr die Wechsel aus der Hand und wankte damit zum Ofen. Doch er war Kassierer von Beruf und konnte nicht umhin, zuvor noch einen Blick auf die Unterschrift zu werfen. Fast wäre er in Ohnmacht gefallen.
»Mary, Mary, halte mich – sie sind so gut wie Gold!«
»O Eduard, wie herrlich! Aber ist es auch ganz gewiß?«
»Harkneß hat die Wechsel ausgestellt. Das ist mir ein unerklärliches Rätsel.«
»Glaubst du denn, Eduard –«
»So sieh doch nur her! Fünfzehn – fünfzehn – fünfzehn – vierunddreißig! Achtunddreißigtausendfünfhundert! – Was sagst du dazu, Mary? – Der Sack ist keine zwölf Dollars wert und Harkneß hat offenbar diese Riesensumme dafür gezahlt.«
»Und du glaubst, das alles soll uns gehören? Nicht nur die versprochenen zehntausend?«
»Es hat ganz den Anschein. Ueberdies lauten die Wechsel auf den ›Ueberbringer‹.«
»Ist das günstig, Eduard? Was hat das zu bedeuten?«