Und darum sind die Erfolge da!
Die Verschwörung von Fort Trumbull.
Folgendes ist die Geschichte, die der Major mir erzählte; ich gebe sie wieder, so genau ich es vermag:
Im Winter 1862/63 war ich Kommandant von Fort Trumbull bei New London, Connecticut. Vielleicht war unser Leben dort nicht so munter wie das Leben ›vorm Feinde‹; immerhin war’s auf seine Art lebhaft genug – es war keine Gefahr, daß unsere Gehirnsubstanz zusammenbackte, denn es fehlte niemals an irgend etwas, um unsere Gedanken zu beschäftigen. So schwirrte damals – um nur eins anzuführen – im Norden die ganze Luft von geheimnisvollen Gerüchten: Rebellenspione sollten überall sich herumschleichen, um unsere Forts in die Luft zu sprengen, unsere Gasthöfe niederzubrennen, verpestete Kleidungsstücke in unsere Städte zu schicken und was dergleichen mehr war. Sie werden sich dessen erinnern. Dies alles war geeignet, uns wach zu halten und die herkömmliche Langeweile des Garnisonlebens nicht aufkommen zu lassen. Zudem hatten wir Rekruten auszubilden, und das bedeutet, daß wir kein bißchen Zeit hatten, um zu faulenzen, zu träumen oder Maulaffen feil zu halten. Indessen trotz all unserer Wachsamkeit entwischte uns von den Rekruten, die wir tagsüber einstellten, die Hälfte noch in derselben Nacht. Das Handgeld war so unmäßig hoch, daß der Rekrut einer Schildwache drei- oder vierhundert Dollars bezahlen konnte, damit sie ihn weglaufen lasse, und doch noch so viel übrig behielt, daß es für einen armen Mann ein Vermögen bedeutete. Also wie gesagt, auf der faulen Haut lagen wir nicht.
Eines Tages war ich allein in meinem Zimmer, wo ich irgend etwas zu schreiben hatte, als ein bleicher, zerlumpter Bursche von vierzehn oder fünfzehn Jahren eintrat, eine zierliche Verbeugung machte und mich ansprach:
»Ich glaube, hier werden Rekruten angenommen?«
»Ja.«
»Wollen Sie mich bitte einreihen, Herr Major?«
»Ach du lieber Gott, nein! Du bist zu jung und zu klein, mein Junge.«