„Arthur Bruchfeß.“

„Und von Beruf sind Sie?“

Der Mann warf eine blonde Haarsträhne, die ihm beim Laufen vornüber ins Gesicht gefallen war, aus der Stirne zurück: „Schornsteinfeger.“

„Mein lieber Herr Bruchfeß, und wenn Sie Ihren Schornsteinen Gerechtigkeit widerfahren lassen, werden sie Sie dann weniger anschwärzen?“

Da waren schon fünf, acht, fünfzehn Polizisten keuchend angelangt und legten ihre Hand auf den sehr verdutzt dreinschauenden Bittsteller.

Inmitten der zusammengedrängten Schar der Würdenträger, die aus erleichtert aufatmender Brust jetzt nachträglich den Ministerwitz bekicherte, war von Klumm schon weiter hinabgeschritten.

Ein braun abgebrannter hagerer Greis trat an ihn heran, hinter ihm regten sich geschäftige Gesichter: „Die Information für die Presse.“

Der Minister blickte auf, sah einen Augenblick lang zögernd umher.

Der Chef der Geheimpolizei erriet seine Überlegung: „O ja, man hat es allgemein gesehn und bemerkt.“

„Wurde von einem schwachsinnigen Individuum attackiert“ diktierte der Minister gleichsam in die Luft. „Sofort Wache. Schritt ein. Attentäter ins Irrenhaus gebracht. Ärzte konstatieren. Staatsminister erledigte wie sonst seine Tagesgeschäfte. Meinen kleinen Scherz natürlich unterdrücken. Adieu, Herr Geheimrat.“ —