Setzen wir uns. Sprechen wir bequem, aber bündig . . . wie Indianer in ihrem Kriegsrat. Die Indianer, ein herrliches Volk. Ich wollte einmal ein Bild machen. (Er spricht schnell, kann gleichsam seiner Einfälle und Analogien nicht Herr werden. Seine Augen leuchten gescheit und angenehm. Durch Handbewegungen versichert er sich der Zustimmung des schweigsamen Kunstreich. — Bei seinem Eintritt aber hat sich die Veranda in ein gewöhnliches Wirtshaus verwandelt. Die Herren, die pausiert haben, um den Liedern zuzuhören, peitschen wieder ihre Karten auf den Tisch. Wirt und Marie bedienen in der üblichen Weise.)

OROSMIN:

Oh, daß ihr hier seid, ihr lieben Freunde! Ihr werdet mich in meinem Glück sehn . . . ihr werdet sehn . . . Nein, nichts von Störung . . .

KLÜGRIAN:

Und wenn wir dich auch stören! Dies ist jedenfalls wichtiger, größer, was wir bringen. Nichts kann für dich heute und von heut an mehr Bedeutung haben. Also denke nur, der Fürst . . .

KUNSTREICH (sich erinnernd):

O dieses Unglück!

KLÜGRIAN:

Dieses Glück, dieses Glück! . . . In einigen Minuten wird der Hofmarschall erscheinen, er selbst, er folgt uns auf dem Fuße. O der Glanz, die große Welt. Ich sage dir, wie Rubens, wie Tizian . . . Es soll der Künstler mit dem Kaiser gehn . . . Er holt dich ab . . . Verstehst du, verstehst du es? . . . Doch ich muß von vorn beginnen. — Verstehst du?

OROSMIN (nickt langsam):