Ja, sprechen wir lieber von ihr. Das ist doch viel besser, das tue ich gerne. Da dank ich dir wirklich . . . Der Gedanke an sie ist meine heimatliche Gegend, meine Sorgenlosigkeit. Manchmal gehe ich herum, aber nur zum Schein, oder ich rede, das ist nur Schein, oder ich atme diese schon verlöschende Sommerluft, — scheinbar —, denn das ist nur, wie wenn jemand im Bett zwischen zwei Träumen den Kopf erhebt und sich umschaut, im nächsten Augenblick sinkt er wieder in die Höhlung seines Kissens zurück, läßt sich Finsternis in die Ohren strudeln . . . das kann ich jeden Moment bewirken. Ich habe mich in der Hand, jeden Moment bin ich bereit, zurückzusinken . . .

KLÜGRIAN:

Wie heißt sie? (examinierend.)

OROSMIN:

Du redest überspannt, wirklich . . . Es wäre doch schrecklich, wenn ich noch dazu genau wüßte, wie sie heißt. Das könnte kein Mensch ertragen. O nein, wenn sie kommt, dann geht etwas wie Nebel von ihr aus, das verhüllt sie so wohltuend. Meinst du etwa, ich bin mir bewußt, was ich rede, wenn sie dabei ist, was ich will, was ich sehe . . .

KLÜGRIAN:

Ist sie klug?

OROSMIN:

Oh, wenn du wüßtest — wenn ich dir erzählen könnte — (er packt ihn an der Hand, auch den Kunstreich, den er im Zeichnen stört.) Frag lieber, — nicht, ob sie klug ist — ob sie mich klug macht? Wenn ich mit ihr gehe, wie mir die Gedanken zustürmen, in eins gerichtet, ohne Ablenkung, wie ich manchmal schweige, an den richtigen Stellen, um meine Eingebung noch zu steigern, wie ich förmlich sehe, ohne Spiegel, daß ich in diesem Moment aufblühe und schön werde . . .

KLÜGRIAN: