OROSMIN:

Du bist von ihrem Geschlecht, du bist reizend. Die Frau dieses guten Wirtes, nicht wahr . . .

MARIE:

Seine Tochter, Euch zu dienen.

OROSMIN:

Ich hoffe, du hast einen Mann oder einen Bräutigam, der dich liebt, wie du es verdienst.

MARIE:

Ich bin ledig. Ich habe auch keinen Freier.

OROSMIN:

Deine Haare sind reich und braun. Es scheint, daß braune Haare vollkommener und gleichsam verbundener aus dem Menschen hervorblühn als Haare aller anderen Arten. Sie passen besser zu menschlichen Wangen, zum menschlichen Nacken, und namentlich, wenn ein zartes Gelb dieser Wangen am Rand den Übergang aus dem Rosa und Weiß des Antlitzes zu den unerforschlichen dunklen Haarmassen bildet, wenn die letzten Locken am Hals einen bräunlichen Streifen überwölben. (Er zeigt mit den Fingern auf die Stellen, von denen er spricht) . . . Das sieht natürlich und gutgewachsen aus. Auch sie hat solche Haare und so ähnlich gehn sie in ihre Wangen über. (MARIE neigt mit geschlossenen Augen, sanft lächelnd, ihre Wange fest an seine Hand, die ihr Ohr berührt, sie preßt diese Hand zwischen Wange und Schulter ein.)