Eine Frau wurde rot und trat vor und sagte: »Unsere Männer sind bei der Feldarbeit und wissen nicht, daß du kommst. Nur wir haben es eben erst durch eine Frau erfahren, daß du nach China zurückkehrst.«

Er konnte vor Staunen nicht antworten und kaum danken, – so tief verfiel er in Betrachtungen und erriet nicht, warum alle die Frauen Zeit und Lust hätten, sich um ihn zu kümmern.

Ata-Mono hatte noch nicht den Ort mit den zehn Häusern verlassen, da kamen ihm auf der Landstraße über den nächsten Hügel und über den zweiten Hügel und über den dritten und vierten Hügel schon neue Frauen und Mädchen entgegen. Immer empfing er dieselben Grüße, und immer wieder mußte er hören, daß die Männer bei der Arbeit seien.

Ata-Mono ging über den fünften Hügel. Dort standen schon Reihen von Frauen zu beiden Seiten des Weges. Die hatten sich gelagert und standen auf und verneigten sich. Ihre Reihen waren dicht gedrängt. Aber kurz vor Sonnenuntergang, am sechsten Hügel, dahinter die Hauptstadt der Provinz lag, standen die Frauen nicht nur am Wege, sondern saßen auch in den Zweigen der Bäume, und ihre Gesichter waren glänzend wie Lampen am Abend. Die oben in den Bäumen klatschten Beifall, und die, die unten standen, verneigten sich und murmelten Beifall.

Hundert Schritte vor dem Tor und den vier Türmen der Provinzhauptstadt, wo das Frauengedränge am Wege am dichtesten war, hörte Ata-Mono plötzlich einen allgemeinen Schrei des Entsetzens. Ein surrender Laut traf sein Ohr, und ein langer, schwirrender Pfeil sauste vor ihm in den Boden und stand senkrecht und zitternd fest vor seinem Fuß.

Er staunte, aber er ließ sich nicht in seinem Weg stören und tat drei Schritte weiter. Da stürzten schnell drei Speere vor ihn nieder. Der eine zerschellte an einem Baum, der zweite durchbohrte ein Weib am Wegrand, der dritte fuhr durch Ata-Monos Haar und riß die Muschelkette aus seinem Haar mit sich.

Gleich darauf sah Ata-Mono, daß die Frauen auf den vier Türmen des Stadttores in Aufruhr gerieten und von jedem Turm einen Mann herunterstürzten.

»Was bedeutet das?« fragte Ata-Mono die zwei Frauen, die ihm zunächst standen.

»O, Herr, ein paar eifersüchtige Männer wollen Euch töten,« sagte die eine der beiden Frauen eifrig; die andere lachte.

»Warum sehe ich nur Frauen und keinen Mann, der mich begrüßt?« fragte er weiter.