«Wirf dein Netz aus und vertraue mir!» sagte noch einmal die Stimme.
Unwillig griff der junge Bursche nach dem Netz. Aber er warf es nicht mit gewohntem Griff über den Bootrand, sondern er schleuderte es in die Luft und sagte zu dem Netz:
«Geh zu den Göttern! Ich will kein Fischer mehr sein, seit ich weiß, daß ich ein Samurai war.»
Plötzlich begannen alle Netzmaschen wie ein Sternschnuppenfall in der Luft zu leuchten. Das fortgeschleuderte Netz wurde zu vielen elektrischen Blitzen und fiel wie ein blaues Maschengewebe aus elektrischem Feuer in den See.
«Gut, du bist ein gutes Netz und hast gehorcht», sagte Kiri stolz in die Luft. «Du hast Feuer gefangen, so wie ich Feuer gefangen habe, seit ich weiß, wer ich bin.»
«Greife ins Wasser und ziehe dein Netz wieder über den Bootrand! Dann will ich dir zeigen, was deine Arbeit sein wird, Samurai.»
Kiri griff aufs Geratewohl ins Wasser und zog einen blauglühenden Strick aus der Tiefe. Aber er fühlte, daß er keine Kraft besaß, den Strick nur um das kleinste höher zu ziehen. Es war, als lägen steinerne Berge in seinem Netz: der Strick rückte nicht von der Stelle.
«Deine Kraft wird über dich kommen zu deiner Stunde», sagte das Mädchen.
Aber Kiri war unwillig und schüttelte den Strick, verzweifelt über seine Ohnmacht.
«Binde den Strick am Bug des Schiffes fest und nimm deine Ruder und rudere!» befahl ihm die Stimme, und der junge Fischer tat so.