«O, wir haben ihnen allen den Rücken gewendet, so daß die Chinesen keines unserer Gesichter sahen und nicht sahen, wie wir lachten und haben unsere Gewehre in die Luft abgeschossen, in die Wolken und in den blauen Himmel und haben mit den Bajonetten und den Säbeln in die Luft gestochen und haben nicht gegen die Chinesen, sondern gegen den Himmel gekämpft.

Da hat die Chinesen, die Söhne des Himmels, ein großer Schreck erfaßt, als sie sahen, daß wir ihren Himmel angriffen. Tausende starben vor Erstaunen, Tausende vor Entsetzen, und Tausende kamen auf den Knien zu uns gekrochen und hatten die Tore zur himmlischen Stadt Peking geöffnet, damit wir ihre Väter und Götter im Himmel nicht bekriegten.»

«Das ist drollig», sagte der Schilfmattenhändler. «Aber gegen die Russen hättet ihr nicht so kämpfen dürfen. Die Russen haben von den Knien abwärts Kanonenrohre statt der Füße, und immer, wenn sie ein Bein heben, können sie mit dem Bein auf dich schießen. Sie heben ihre Beine in die Luft, geradeso wie meine zusammengerollten Matten lang in die Luft gucken. Und sie brauchen nicht zu zielen, denn ihre Füße haben Augen, die sie Hühneraugen nennen, und diese zielen für sie. Und während ihre Beine gehen und schießen, haben die meisten Essen und Trinkflasche in den Händen und füttern und tränken jeder sein Maul. So bleiben sie immer stark und kommen nie von Kräften und sind unbesiegbar.»

«Ja, wie habt ihr sie denn besiegt, die Russen?» fragte der Kohlenhändler.

«O, das war ganz einfach. Das sagt einem jeden doch der helle Verstand, wie man einen Russen besiegt. Nur ein Kohlenhändler wie du kann so dumm fragen, als ob du Kohlenstaub in deinen Augen hättest und nicht wüßtest, daß wir die Russen besiegt haben.

Der Russe läßt doch immer nur seine Beine gradaus marschieren und schießen, aber seine Augen im Gesicht sehen nichts als das Essen und Trinken vor dem Maul. Darum, wenn die Russen aus Port Arthur auf uns losmarschierten mit ihren schießenden Beinen, stellten wir uns ruhig zu beiden Seiten des Weges auf und ließen sie ruhig an uns vorbei. Dann gingen wir hinter ihnen her, jeder faßte einen Russen am Gürtel und drehte ihn einfach wieder gegen Port Arthur um, in der Richtung auf das Meer zu. Da sie einmal im Gehen waren und sich im Fressen und Saufen nicht stören lassen wollten, marschierten sie auf Port Arthur zurück und liefen dort über die Kaimauern ins Meer, wo sie ertranken. Die Armeen aus der Mandschurei aber, die aus dem Norden kamen, drehten wir nach Norden um, so daß sie ruhig zur sibirischen Eisenbahn zurückmarschierten. Und die Eisenbahnbeamten, im Glauben, der Krieg sei beendet und die Russen seien Sieger, fuhren die fressenden und saufenden Armeen nach Petersburg zurück, wo sie dann einzogen, immer noch in dem Glauben, daß sie die Sieger wären. In der Zeit besetzten wir die ganze Mandschurei, und das soldatenleere Port Arthur war unser.»

«So einfach war es aber doch nicht», sagte der Kohlenhändler, «denn erst mußten wir die russische Flotte zerstören, wobei ich einer der Haupthelden war.»

«Erzähle!» sagten die beiden anderen Helden.

«Da ist nichts zu erzählen. Das war die allereinfachste Sache von der Welt, die russische Flotte zu vernichten», wisperte der Kohlenhändler bescheiden wie eine Feldmaus.

«Eines Morgens dachte ich mir: heute zerstöre ich die russische Flotte, denn ich hatte Sehnsucht nach meiner Frau, und nichts als die russische Flotte hinderte mich, zu meiner Frau zu reisen.