Viele Leute sagen, im Winter sei in der Natur draußen nicht viel zu sehen. Aber ist denn nicht der Winter zu sehen? Auch wenn kein Schnee liegt, so ist das Winterbild doch erschütternd und die Tragik des scheinbaren Weltstillstandes.

Ich habe einen gelben Hund. Er ist nicht klein und nicht groß. Er hat auch keine bestimmte Rasse. Es ist ein gelber kurzhaariger Pintscher, mit schöner weißer Zeichnung. Jeder aber, der ihn sieht, ruft unwillkürlich aus: „Ach, der Bauernhund!“

Man soll sich nicht wundern, daß ich von der Landschaft plötzlich auf meinen Hund überspringe. Man wird bald den Zusammenhang verstehen.

Meine Frau weiß, wie gern ich mit allen Sinnen die Landschaftsbilder genieße, wenn wir spazieren gehen. Ehe wir nun an diesem Nachmittag ausgingen, riet sie, den Hund zu Hause zu lassen, denn sie bedachte, wie sehr mich das Tier stören würde, da dieser Bauernhund immer Hasen jagen will.

Er hatte uns schon auf manchem Spaziergang geärgert, wenn er fortstürzte, „Has, Has“ bellend und auf kein Rufen und Pfeifen und Schelten hörend.

Es tat mir aber an diesem Tag leid, den Hund zu Hause zu lassen, und so hatten wir ihn bei uns. Meine Frau nennt ihn Sudel, ich nenne ihn Dusel, woraus man ungefähr seine Art erraten kann.

Er hat nämlich den Glücksdusel, dieser Hund. Es gelingt ihm alles, was er will, und ich habe oft scherzend gesagt, daß er bei den Göttern besser angeschrieben steht als mancher Mensch.

Bis auf die Berghöhe folgte Dusel heute meinem zurechtweisenden Ruf „Zurück“ und hielt sich dicht in der Nähe meines linken Fußes. Als wir auf die Bergfläche kamen, die wir überschreiten sollten, um nach dem Guckelsgraben hinunterzugelangen, da ging Dusel mit hochgehobener witternder Schnauze, weil der Westwind uns entgegenstand und wahrscheinlich dem wildgierigen Köter ganze Ladungen von Hasenwitterung in die Nasenlöcher trieb.