„Feuer!“ brüllt der Ruf. Alles ist gleich auf den Beinen. Nach dem Spritzenhaus!
In fressenden Streifen peitscht der Wind die Glut über das Dach.
Der Inspektor, halb angezogen, ist zur Stelle. Herr von Borkhus erscheint am Fenster — hinkt eiligst zum Hof hinunter — der Diener, im Hemd, folgt mit den Kleidern — notdürftig zieht der Herr sich an.
Der Diener hat das Feuerhorn von der Wand im Flur gerissen. Nun bläst er von der Schwelle in die Nacht — immer im weißen wehenden Hemd — wie einer der Cherubim anzusehen.
In der Baracke hören sie den Ruf, der Torfmeister hört ihn, durch die Dorfstraße wälzt sich der Schall.
Helfer kommen. Die Spritze ist am Werk. Der Inspektor befiehlt.
In wilder Arbeit — all die rotbegluteten Gestalten — die feurigen Gesichter verzerrt in fiebernder Mühsal — das Scheunendach eine prasselnde Flamme — ganze Bündel Feuer reißt der Wind ihm aus — und streut sie auf die Ställe — die gilt es zu retten, auf ihre Dächer den Wasserstrahl! Pumpen! Pumpen!
Und das Vieh in Sicherheit bringen!
Wenn nur der Sturm nicht so mit Flugfeuer wütete.
Ungebärdig die Tiere. Die Pferde keilen und steigen. Angeschirrt sind sie, daß man sie halten kann. Wie die Wahnsinnigen toben sie in der Sturmflut des Lichtes und der Lohe, reißen an den Zügeln, wollen zurück in den Stall. Wie soll man sie bändigen?