Und der Sturm peitscht weiter die Feuer in fliegenden Fetzen —

Pumpen! Sie pumpen sich die Seele aus dem Leib.

Der Pferdestall ist der Scheune am nächsten. Schon siedeln sich Feuerkreise an auf seinem Dach. Wie lange noch wird der Strahl sie austilgen können? Das Wasser verdunstet im Gluthauch.

Und gewaltiger wird der Höllenschlund der brennenden Scheuer. Feuerwolken wallen aus ihr empor. Durch die glühenden leckenden Sparren. Das Getreide ist in Brand geraten und ballt und wirbelt seine Lohe nach oben. Wie soll man den Pferdestall schützen gegen diesen Orkan von fegenden Gluten?

Männer sind aufs Dach gestiegen — der heilige Josef sitzt zu oberst. Ein Junge ist der Handlanger. Gewandt wie ein Kletteraffe. Eimer werden gereicht. Sie gießen und gießen. Gießen sich selbst Wasser über den Kopf, über den Leib. Unerträglich ist die Hitze.

Sie müssen hinunter. Der Junge will nicht. Herunterzerren müssen sie ihn. Nun taumeln sie auf den Boden, ausgemergelt, welk, kraftlos, verdorrt. Auch der Stall ist verloren.

Die hellen Flammen sitzen auf dem Dach und die Männer pumpen, pumpen.

Ist hier nicht alles Tun umsonst? Gegen Sturm und Feuer im Bunde? Der Pferdestall — er wird das Feuer in den Schafstall weitergeben — von dem brausen die Flammen zum Kuhstall hinüber — und diesem einen großen Meer von fressenden Gluten — wird das Herrenhaus ihm widerstehen? Die Vernichtung bricht herein über Moorhof.

Herr von Borkhus steht selbst an der Pumpe — auch der Torfmeister ist da — auch der lahme Pastor Waermann. Man fragt nicht nacheinander, man sieht sich kaum. Man arbeitet nur — man pumpt und pumpt —

Keiner auch spricht ein Wort, mit den keuchenden, ausgedörrten Lippen. Nur kurze, trockene Kommandos des Inspektors schallen, der als Brandmeister waltet.