Jetzt — ein krachendes Getöse — das Dach der Scheune bricht zusammen — einen Höllentanz vollführen die aufgestöberten, befreiten Gluten in der tosenden Luft —

Zerstörung — unaufhaltsame — zu schwach sind sie, zu wenig — kommt keine Hilfe — von den andern Gütern — von der Stadt?

Mehr Spritzen werden gebraucht. Weithin sichtbar das Feuer! Viele Meilen in der Runde! Aber auf den Gütern — auch da wird gestreikt — sind da die Mannschaften zur Stelle? Wagen es die Herren, ihre Feuerspritzen fortzuschicken? Droht nicht auch ihnen der rote Hahn? Der Farbenbruder, der Parteigänger und Verbündete der roten Gesellen?

Hufschläge auf dem Pflaster des Hofes — ist das die fremde Hilfe? Nein — Pferde, die sich losgerissen haben — sie stürmen, voran ein mächtiger Fuchs, hinein in den brennenden Stall.

O Grauen! Die unglückseligen Geschöpfe! Es wogt durch die Männerreihen! Vielleicht ist es noch nicht zu spät —

Zwei Männer stürzen den Tieren nach. Nasse, wollene Halstücher um den Kopf geschlungen. Man kennt sie nicht gleich. Alle starren sie, von Grauen festgebannt.

Jetzt heißt es: Gisbert und der heilige Josef —

Auch zwei Menschen in dem brennenden Gebäude! Sie pumpen fieberhaft — die Augen quellen ihnen aus den Höhlen — die Gesichter sind rauchgeschwärzt — wie büßende Dämonen sehen sie aus, wie verdammte Seelen —

Und starren alle auf die Tür des brennenden Stalles. Da — ein Paar Tiere werden hinausgejagt — ein Paar hinausgeführt von den beiden Männern, die sich nicht auf den Füßen halten — sie brechen zusammen — die Tiere haben sich losgerissen — sie stürmen im Kreise und dann mit gesträubten Mähnen und selbst feuerschnaubend hinweg über die beiden hingesunkenen Männer wieder hinein in die Tür, die schon anfängt, Feuer zu speien — wiehernd hinein in den Flammentod.

Jetzt sind Helfer bei den liegenden, überrannten, zertretenen Gefährten. Gust Elbenfried steht mühsam auf — aber Gisbert — was ist mit Gisbert? Aus tiefer Kopfwunde blutet er und ist besinnungslos.