Horst hält seinen Kopf. „Gisbert — Du Freund aller Kreatur — Du lieber, armer Junge — und immer unser Sorgenkind —“ —

Sie tragen ihn ins Haus. Ein Sanitäter verbindet ihn. Die Wunde ist böse.

Ein Arzt muß her zu meinem Jungen! Mag hier der Plunder verbrennen! Die Häuser — das Vieh! Um Gisbert geht es!

Horst holt sich ein Pferd und jagt in die Stadt. An den Goldbergen galoppiert er vorüber. Zuschauer stehen auf den Höhen. Feindlich gesinnt, da sie nicht helfen. Voll böser Gedanken, mit Verwünschungen.

Dort auf dem einsamen Hünengrab, dem Hügel abseits, eine einzige Frauengestalt — dunkel — fahl beleuchtet von der fernen Feuersbrunst. Kauernd, vornübergebeugt, mit all ihren Sinnen, all ihrem Willen schürend in dem Feuerwerk der Vernichtung. Wie der böse Geist des nächtigen Unheils.

Vorüber! Was ist ihm das Weib! Nicht sich mit Gedanken beladen! Leicht und schnell in die Stadt — und mit Hilfe zurück zum Jungen. Nur der — nur der!

Der Gaul ist verstört von der Feuersbrunst — so unruhig — nur ein mächtiges Nervenbündel — und er selbst — auch ihm zucken alle Fasern — sich zusammenhalten — sich und das Tier — —

*

Und jetzt auf dem Hof — da Gisberts Blut strömte und die Pferde sich hinopferten — als wäre das Schicksal versöhnt — ein Wunder geschieht — die Flammen brausen nicht mehr vorwärts — sie steigen himmelan — sie wenden sich — der Wind hat sich gedreht — ein großes, tiefes, freies Atmen geht durch all die stickenden Männerlungen — beschworen das Unglück — gerettet — gerettet —

Nun donnern Wagen den Hof herauf. Die Feuerwehr aus der Stadt —