nicht einen Tropfen aus deutschem Born,
Deutschland, daß wir nicht dächten Dein!
Frei sollst Du sein!
Horst ging das Herz auf. Er liebte die Jugend. Und diese nun, unsere Jugend! Was gräbt sich an Nachdenklichkeit, an Bitternis, an heiligem Zorn um den Frohmut der hellen Augen.
Wir sind die Jungen, in Not gestählt,
In Schmerzen geworden, in Schmerzen erwählt!
Doktor Stump tritt wie zur Meldung vor Horst. Nur zwei seiner Zöglinge haben sich ausgeschlossen — der eine aus ehrlicher, verzehrender Überzeugung, der andere aus ebenso ehrlicher, verfressener Überzeugungslosigkeit. Der Herr Direktor, Freund der Gesten und Feind dem Festen, einer von den hochbeinigen Leisetretern habe gewarnt und abgewinkt. Aber es seien Ferien, und eigene Entschlüsse gelten.
Horst teilt die Jungmannschaft in Trupps und weist diese den einzelnen Gütern zu, die am nötigsten Arbeitskräfte brauchen. An die Spitze der kleinen Schar, die für Moorhof bleibt, setzt er sich selbst.
Er nimmt sie gehörig heran. Sie müssen Dung fahren und streuen. Er selbst ihr Vorarbeiter — die Knochen werden nicht geschont.
Sie bleiben die Nacht auf dem Hof. Ein Heuboden ihre Ruhestatt. Sie sehen das Bild der Zerstörung. Die jungen Seelen fühlen, wer im Grunde die Schuld trägt. Woher die Verzweiflung stammt, die hier gewütet, die den Bruderkrieg entfesselt hat. Fluch den Zerstörern deutschen Lebens! Dem altbösen Feind!