„Als Führer tätest Du besser, diesen Verkehr einzustellen.“
„Lieber Dankwart —“
„Man wird Dich nicht verstehen. Und ein Führer — soll verständlich sein.“
„Wohl. Aber vor allem soll er doch selbst verstehen, mein ich. Und möglichst viel. Meine Methoden müßt Ihr mir schon lassen.“ Er hielt die Ruhe, aber ein wehrhafter Ton meldete sich.
Dankwart, den bitteren Mund verzogen, mit seinem gelinden Zynismus: „Lieber Horst — hättest Du gesagt: meine weibliche Privatsache, Hände davon — gut! Oder: wenn ich einen Gegner so oder so unschädlich mache, seid mir doch dankbar — besser! Aber ein ‚geistiger Austausch‘ — geht dabei etwas verloren, trifft das auch uns. Und darum —“
Horst wurde es der Erörterung zuviel. Sprödigkeit, Stolz, ritterlicher Sinn wehrten sich gegen die ganze Art dieser Betrachtung. „Wir geraten da nach meinem Geschmack zu sehr ins Persönliche. Meinen Standpunkt in der Sache hab ich Euch bezeichnet.“
In den festen Worten war ein metallenes Klingen. Das bedeutete Schluß der Vorstellung, die Freunde wußten es.
Kunz, der am ersten sich umstimmte, suchte erfreuliche Mitteilungen in das Schweigen zu bringen.
„Ein Paar Pferde habe ich gestohlen.“
„Was? Gestohlen — wo?“