„Nein.“

„Kann ich es? Strammheit allein — lächerlich. Dazu gehört dies gewisse Etwas. Was er hat — und keiner von uns.“

Dann rückte er sich kräftig zurecht. „Unsinn! Wir übertreiben. Und machen Verschwörung. Verschwörer übertreiben immer. Es renkt sich alles wieder bei ihm ein. Gesunder Kern — also!“

„Wenn nicht ein Weib dahinter steckte.“ Heiser die Worte, vor Bitterkeit, höchstem Mißtrauen und tiefster Verachtung.

„Das bißchen Weib.“ Kunz lächelte, er war noch leidlich unbeschwert. Dann schlug er lebhaft mit den Flügeln. „Wenn man ihm das Weib auf irgendeine Art vom Halse schaffte!“

Sehr abenteuerliche Gedanken brausten ihm durchs Hirn.

Die Schlacht an der Katzbach

Die Siedler arbeiteten im Felde. Über ihnen die klingende Frühlingsweite. Kunz pflügte mit seinen Schecken. Er war zufrieden und sang. Die Morgenluft hatte alles aus seinem Schädel geweht, was da noch dumpf von Krisenstimmung und Palastrevolution herumrumorte.

Und Horst war von der Verantwortung getragen. Jetzt, wo alle Betriebe lebten, die Landarbeit, die Ziegelei, der Torfstich, wo alle Fäden in seiner Hand zusammenliefen, war er mehr als je der Führer. Er selbst betonte sich die Führerschaft, geflissentlich und hart.

Es war da etwas gegen ihn aufgestanden — in sein Empfindungsleben hatten sie greifen wollen — was im Grunde um so plumper ist, je rücksichtsvoller es sich gebärdet! Und wenn nun gar die Freundschaft ihr Lied hineinsingt —! Solches lehne ich ab! Ich bin, wer ich bin! Wollt Ihr mich nicht so — ich will mich so! Und es gilt den Kampf.