„Wer das nicht fröhlich auf sich nimmt —!“ Gleichwohl schweifen ihre Blicke zur See hinunter und etwas in ihnen spricht: da liegt unsere Jacht segelfertig. Du tust gut, Gras wachsen zu lassen über das, was hier geschehen ist! Komm jetzt! Fahr mit uns! Mit mir!

Doch, wie sie das Auge wieder voll zu ihm wendet, erschrickt sie vor diesem eigenen versteckten Denken und Wünschen. Ich würde es selbst nicht wollen, daß Du Dich von hier entfernst! Daß Du mit uns fährst. Ich würde Dich selbst so nicht wollen! Und ein harter reiner Schmerz bändigt ihre Flammen.

Oberst Thorild tritt hinzu. „Ein Wahrzeichen — ein Wappen — eine Fahne sind Sie geworden!“ Seine Augen sind voll Feuer.

„So darf man denn das — Abgedroschene, das Triviale gelten lassen, weil es die stärkste Anschaulichkeit, die größte Bildkraft hat. Dafür werden die Abstrakten im Lande Zeter über mich schreien.“

„Die lassen Sie nur.“

„Und die nützlich Ängstlichen noch mehr. Ich hör es schon in ihren Blättern rauschen. Kostspielig wird die Sache — schädlich verbrecherisch ist Deine Tat! Nur ein Volksfeind konnte so handeln!“

„Die lassen Sie erst recht. Ich sag Ihnen, noch ein Dutzend solcher symbolischen Handlungen, und das Volksgewissen bekommt sein Mousseux, seinen Aufstieg. Ich glaube es lohnt, in diesem Volksgewissen zu leben! Dafür aber, mein Freund — so darf ich Sie nennen — sind wir, Ingeborg und ich, jetzt die Leidtragenden. Da Sie jetzt nicht mit uns fahren.“

„Ich denke, wir werden uns damit nicht verlieren.“

„Niemals. So wie wir uns gefunden haben! Aber jetzt müssen wir Sie mit Ihren Kameraden allein lassen. Leben Sie wohl!“

Mit starkem Händedruck nehmen sie Abschied voneinander. Lange liegt Ingeborgs Hand in der seinen. Dann bleiben ihre Augen nicht mehr fest, und sie wendet sich jäh von ihm.