„Dann also oder.“
„Und damit stehst Du auf der Seite der andern.“
„Ich steh für mich allein.“
„Das gibt es nicht. Ein Allein gibt es nicht. Denn hier ist Krieg, und hier ist Feind und Freund. Du aber bist unser Freund — der Freund der Unterdrückten — Du selbst ein Mißhandelter.“
Sie war nun anders, sie rührte schon an den Glauben anderer mit ihrem Fanatismus, der ganz von selbst Proselyten machen mußte. Und der Hochschwall der Propaganda brach über den Alten herein.
Er schüttelte Schopf und Fell und sprühte den Wasserfall wieder von sich. „Ich hab jetzt ’ne Arbeit, die mir Spaß macht. Und darum bleibe ich bei der Arbeit. Ich zeig den Siedlern, was Torf ist. Und die Jungs mag ich leiden.“
Sie rannte nicht mehr an gegen diesen eigenwilligen Zyklopen. Er hatte seine Höhle, die Einsamkeit. Wenn man ihn störte, kroch er in den Schlund. Aber ihre Wut durfte sie befeuern gegen die Siedler, sie, die gefährlichsten der Gegner, die festesten, die gewappneten und bewehrten.
In der letzten Zusammenkunft, als der Haß gegen diesen Trupp der Reaktion die Gemüter aufwühlte, hatte Genosse Knubart, der lauernd Schläfrige mit der viereckigen Stirn und der sichernden Nase, in seiner lässigen Art bemerkt: „Ihre Burg ist eine Holzbaracke. Und Holz brennt so leicht!“
Seit der Zeit fieberte der Gedanke in ihr: den roten Hahn ihnen aufs Pappdach! Ein paar Handgranaten, geworfen in der Nacht bei Frühlingssturm —! —
Wie standen diese Männer ihr im Wege bei dem Werk ihrer langsamen, kalten Rache an dem Zerstörer ihres Lebens — nicht weniger als bei der großen Tat der Volkserneuerung.