Er kennt das Volk. Er kennt die springenden Funken. In den Jungen flammt es wild: „dat sall he maken!“ Die Alten blicken düster und dumpf, auch in ihnen schwelt es.

„Vielleicht zeigt der Herr Baron mir aber,“ so fährt der Sprecher fort, „wie ich Euch besuchen kann, ohne den Grund und Boden, den er sein Eigen nennt, zu betreten. Oder darf keiner zu Euch kommen, ohne seinen Willen? Seid Ihr Eingesperrte! Seid Ihr Sträflinge!“

„Dat wier noch beder!“ Hier schreit etwas auf.

„Sein Grund und Boden. Auf dem stehen wir ja allerdings. Und daran ist nichts zu ändern. Wenn Ihr nichts daran ändert.“

Da ist er wieder, der große, berauschende Fernblick. Die Sinne taumeln. Und das Feld ist wohl bereitet, als der Baron jetzt mit dem Inspektor hier draußen erscheint.

„Ich dulde es nicht,“ so tritt er dem Führer entgegen, der ihn blaß, aber in eiskalter Gelassenheit erwartet, „ich dulde es nicht, daß Sie hier auf meinem Gutsboden mir meine Leute aufputschen! Sie werden sich auf der Stelle entfernen.“

„Ich werde es, sobald die Leute sich nicht mehr mit mir zu unterhalten wünschen. Wir befinden uns hier auf einer öffentlichen Straße —“

„Über die ich aber die Polizeigewalt habe! Und die ich zu politischen Hetzereien und zu politischen Ansammlungen nicht mißbrauchen lasse!“

„Von politischer Versammlung ist mir nichts bekannt.“ Und jetzt gab er der Sache die gehörige Wendung. „Wollt Ihr Leute, daß ich, der ich Euer Gast bin und Euch meinen Rat erteilen möchte, noch mit Euch zusammenbleibe —?“ —

„Ja! Ja! Hierbleiben! Wi sünd noch nich farig!“