Die Frage richtet der Zachenhesselhans an sich.
»Das is fei nit so leicht. Wenn einer durch ein Dutzend Jahre sich das zurechtgelegt und darüber nachgedacht hat als über eine Frage, die bedeutsam genug ist, daß der Pfarr in der Kirche tät reden darüber, so hat er Zeit genug gehabt dazu.
Wenn einer aber so im Umdrehen Euch das auseinanderdisputieren soll – nachher ist das keine leichte Sach.
Jetzt: wann fangts denn an zu klöppeln, Harfenweibl?«
»Na, sagen wir: wenn's Dirnl sechs Jahr alt is.«
»So sitzt es gebückt vor dem Klöppelsack von seinem sechsten Jahr an, verlernt den Rücken grad zu halten und in die Weite zu schauen, klein bleibt's, anstatt in die Höhe zu schießen wie ein Waldbaum.
Ja, das ist das richtige: wie die Waldbäume müßten wir sein im Waldland.
Aber – anstatt Harzhauch und Sonnenschein, atmen wir den Kienruch vom Stückl Stockholz, das im Ofen brennt, und anstatt Sonnenlicht, goldenes, segnendes, müssen wir vorliebnehmen mit der Wärme, die trocken aus den Kacheln spinnt.«
»Zachenhesselhans bist denn wahrhaftig kindisch geworden über Nacht? Wenn einer kein Stück rodet im Wald, so hat er kein Holz zum Brennen und läßt sich im Winter das Herz zerfrieren …«
»Jetzt paß acht, Harfenweibl: und wenn einer die Spitzen klöppelt, so zwirnt er sich einen Haufen Geld zusammen und laßt sich's wohl dabei gehen, gelt?«