Auf einmal, da ist ein Pochen draußen und ein heimlich Rufen, und weil der Mond so schön gescheint hat, hab' ich vom Bett aus gesehen: der Franzl ist draußen und will was. Schlimm kann das nit werden, hab' ich gedacht; daß der ganze Franzl hereinsteigt, das geht nit an, dazu ist das Fensterle viel zu winzig.«
»Und wie lang hat denn der Franzl so auf der Leiter gestanden?« fragt der Zachenhesselhans und schaut von der Seite scharf nach dem Fanele.
Ui je, denkt das Dirnl, der Zachenhesselhans schaut einem bis ins Herz – und sagen tuts:
»Nach der Uhr gucket einer dabei nit, Hans.«
»Aber zum Busseln ist auch ein ganz kleines Fensterle groß genug.«
»Wo hast denn gestanden, daß Du's hast kunnt sehen, Hans?«
»Frag nit, Dirnl. Zuerst: das Fanele kann busseln mit wem's will. Der Zachenhesselhans hat ihm fei nix hineinzureden. Und wenn die Mutter Resl wüßt von derselbigen Sach –, nachher – das Waldmannl säß gewiß nit hier mit dem Fanele.
Zum andern aber, Fanele: woher der Franzl gekommen ist, weißt Du, weißt, was es für ein Ende genommen hat mit seinem Vater und mit seiner Mutter.
Das hitzige Blut, Fanele, das Du auch hast, der hat's von der Winterkathl. Aber die Angst vor einer Arbeit und das Streifen mit dem Stutzen durch den Wald – das ist das Schlimmere und das hat er von seinem Vater.