Wo am Waldrand das Güldenhaarmoos seine Käpplein aufgesetzt und einen Teppich aus grünem Sammet gewoben hat, setzt sich das Fanele auf den weichen Grund. Die Sonne langt mit einem goldenen Arm herein und hat den Tau abgestrichen.

»Zachenhesselhans, es ist wahrhaftig nit so, wie Du denkst mit dem Franzl.«

»Auf was hab ich denn gedacht, Dirnl?«

»Ich weiß schon! Du hast so viel spitze Wörtlein geredet, den Morgen. So wollt ich bloß bitten, der Hans soll sich nur noch einmal das Fensterl anschauen, dahinter ich schlaf'. So ein klein winzig Löchlein ist's, daß kaum die Sonne hinein schauen kann, geschweige denn der Franzl hinein steigen

Oha, denkt der Alte, das ist mir ja gar nit im Schlaf eingefallen. Aber er ist still und schaut immer auf das Moos.

»Kaum mit der Hand kann der Franzl langen durchs Fensterle.«

»Hat aber eine Leiter gestanden in jener Nacht. Die Spur in dem Rasen ist gewesen.«

Da hängen sich dem Fanele zwei blitzende Perlen an die schwarzen Wimpern.

»Hans,« bittet sie, »jetzt – verrat mich nit! Kein Sterbenswörtl hat der Franzl gesagt, daß er fensterln kommen wird in jener Nacht und fei nit so viel Ahnung hab' ich gehabt.