»Ich hab' fei immer auf einen Pfarrer gedacht, der herinnen sei und eine Predigt hält auf dem Sonnenwirbel. Der Hans hat das Reden in der letzten Zeit sich fei gar so viel angewöhnt.«

Der Hans denkt: Zwickst mich, Madl? Jetzt, wenn Du nit das Fanele wärst, hören sollt'st was denselbigen Augenblick! Denkst, ich weiß nit, um was Du gekommen bist?

Das Fanele wirft dem Zachenhesselhans einen Blick zu, der bittet so schön: er möcht um aller Heiligen Willen nur dies eine Mal still sein – still hier in der Stube, sonst: die Leute wüßten ja bald mehr als das Fanele selber.

Der Zachenhesselhans wartet, ob das Fanele am Ende doch etwas zu reden hat mit dem Harfenweibl. Nicht? Die Kuh hat's bloß heraufgetrieben auf die Halde und ist rasch nur einen Sprung herein?

»Jetzt – so können wir mitsammen heimgehen, Fanele. Magst?«

»Ich mag schon.«

»B'hüt Gott mitsammen! Und wir reden schon noch einmal, für den Fall, daß Ihr den Hans nicht recht habt verstanden. Zeit muß einer haben dazu – so was ist eine politische Sach', Leutln, und einer muß dabei so viel zaghaft gehen auf einem Pflaster, das er nit gewöhnt ist unter den Füßen. Aber – glaubt's eh: viel daneben hat der Hans nit gehauen.«

Das Fanele geht ein wenig rascher, als der Hans – im Frühling haben's die Wässerlein eiliger – und steuert links über die Halde gegen den Fichtenwald.

Aha, denkt der Alte, das Fanele will sich etwas vom Herzen reden. Sie sind schon früh aufs Feld, der Helari und die Resl. So kommt's nicht darauf an, wenn wir uns ein bißl ausruhen vom Gang den Berg herein; es erzählt sich auch besser im Sitzen, als wenn einer immer auf den Steilpfad achten und einen Sprung tun muß – die Gedanken werden dabei so durcheinander geschüttelt.