11. Kapitel.

Wie der Zachenhesselhans auf die Unruh kommt, sitzen die Resl und das Fanele stumm beim Klöppelkissen. Der Helari schlägt auf dem Hausflur Hafer, und eine Wolke Staub und Duft von reifer Halmfrucht weht dem Zachenhesselhans entgegen.

Der Helari, der jetzt eine Ursach hätt, ein wenig einzuhalten mit dem Haferschlagen, schaut kaum auf beim Gruß und peitscht das Bündel Halme gegen das Querscheit, als hätte dieser Sommer die Körner noch einmal so fest in die Rispen gesetzt, wie sonst. Wenn einer aber mit aller Kraft zu schlagen hat, so hat er keine Zeit zum reden.

Die Frauen bei den Klöppelsäcken haben justament auch nur den Augenblick, nach der Tür zu schauen, wer hereingeht. Und dann klappern die Klöppel wieder wie ein kleines Mühlwerk.

So setzt sich der Zachenhesselhans auf die Ofenbank und wird erst einmal im Pfeifenköpfl ein bißl nachdrücken.

An wem ist es denn nun eigentlich, die Red' zu beginnen? An mir oder an Euch? – An Euch, denkt der Zachenhesselhans; denn Ihr müßt wissen wollen, wozu ich heraufgegangen bin auf die Unruh.

So warten wir noch.

Die Uhr tickt; der Zeisig hüpft im Käfig von einem Stänglein auf das andere – sind nur zwei, und so schaut er durch die Stäbe des Käfigdächleins und verfehlt seinen Sprung dennoch nicht.