Auf dem Flur ist das Zischen der niedersausenden Halme und an der Tür ein Klopfen, wie wenn ein sanfter Regen an ein Scheunentor tropft; die Körner springen daran.

Hin und her wirft der Zachenhesselhans einen Blick auf das Fanele. Jetzt hat sich das Dirnl so gesetzt, daß es dem Hans schier die Hinterseite zukehrt; nur manchmal, wenn es die Nadeln steckt auf dem Klöppelkissen, kann der Hans die Wimper des rechten Auges entdecken und die Spitze der Nase. An die Wimper hat sich eine Träne gehängt.

»Ja, warum weint denn das Fanele?«

Sie sagen alle zwei nichts. Die Resl schaut ein wenig auf und nach dem Fanele hinüber.

»Jetzt – feierlich, so viel feierlich habt Ihr's auf der Unruh. Wollts das immer so halten von nun ab?«

Die Mutter denkt: der Zachenhesselhans plauscht mit dem Fanele – so brauch ich nichts zu reden darauf. Und das Fanele meint: der Mutter hat's gegolten. So duckt es sich bloß ein Eichtl, weil ihm ein Lächeln um die Lippen fliegt wie ein Sommervogel, der sich von einer Märzensonne hat verleiten lassen, das Winterröcklein abzustreifen. – Die Sonne ist wieder einmal der Zachenhesselhans. Aber der Hans hat auch den Sommervogel erspäht.

»Resl!« ruft der Helari auf dem Flur.

Sonst holt er sich das Fanele, damit das die Körner einschüttet in den Sack; heut hat der Vater auf das Dirnl vergessen und die Resl muß hinaus.

Da setzt sich der Zachenhesselhans dem Fanele gegenüber auf die Wandbank und sagt: