Aber: ein gesundes Volk is das nit und ist kein Zustand, wie wir ihn haben im Waldland. Und wenn in den Vätern und Müttern eine Kraft ist, denn ein gutes Wollen ist Gott sei Dank da, so haben sie gar nit nötig, die Kleinen ans Kissen zu setzen, daß sie sich selber durchbringen.« –
Der Peterl ist während dieser Rede schon zweimal ans Fenster geschritten, hat die Arme auf das Brett gestützt, auf dem die Storchschnäbel und Fuchsien stehen, und hat hinausgeschaut auf den blendenden Schnee.
»Wenn der Zachenhesselhans noch bleibt – ich möcht' an ein Auffahren denken,« sagt der Peterl, »sie müssen sonst fei zu lange warten auf mich im Neuen Haus.«
»Ich komm schon,« sagt der Zachenhesselhans und nimmt die Mütze vom Nagel, »ich komm schon. Und auf ein Holzrucken möchten wir auch denken, Hans-Tonl. Heut ist Dienstag, so sagen wir: auf den Freitag. Richt's aus droben, Peterl. In der Hölle kommen wir zusammen.«
»Is recht. B'hüt Gott und schön Dank.«
»Habt's nit zu danken,« sagt das Wawrl. Sie gehen mit bis unter die Haustür. Der Hans-Tonl tritt hinaus auf den harten Schnee vorm Haus; der singt unter den Stiefeln der beiden Männer.
Der Zachenhesselhans geht über das Stachelschwein.
»Das Stückl wird einer nit versinken. He!« ruft er dem Peterl zu, als er im Begriff ist, in den schlafenden Wald einzutreten, »he! was machst denn einen so großen Bogen?«
»Es liegt nit so viel Schnee daherauf,« ruft der Peterl zurück, »als wenn ich zwischen dem Zechenhaus und der Unruh emporwill.«
Der Zachenhesselhans murmelt etwas vor sich hin und stapft unter die Fichten. Der Peterl schiebt den Schlitten vor sich durch den Schnee. Der Himmel ist blank, es brennen nicht viel Sterne, weil der Mond so hell ist. Der Schnee ist locker wie Flaum und ist ein Flimmern darin, schöner wie im Tau einer Morgenwiese.