Hui, das Fanele schilt wie eine Alte. So hat's die Mahm auf dem Sonnenwirbel ihr Lebtag nicht getrieben. »Die Wörtlein fliegen dem Fanele von den Lippen wie schimmlig Brot,« sagt der Peterl.

»'s is Dir fei nit zum lachen,« sagt es, »mir auch nit.«

Aber ein Zucken wirbelt um ihren roten Mund.

»Ein Glück ist's, daß das Feuer noch nit aus is im Ofen. Ich tu immer noch ein Reisl hinein vorm zubettgehen. 's is sonst gar so viel kalt in der Früh.«

Mit einem Kienspan steckt das Dirnl die Petroleumlampe an, die am Draht über dem Tisch hängt.

»Jetzt, was ist Dir bloß eingefallen auf die Nacht – oder ist Dir der Verstand eingefroren, Peterl? Und der Vater und die Mutter wollen auch nit mehr herunterkommen. Was willst denn? Was hast denn zu reden?«

»Jetzt, wenn Du einmal so weit bist, daß einer ein Wörtl sagen kann, so werd' ich eins reden. Die Eltern brauchen fei nit dabei zu sein. 's gilt bloß Dir.«

»Wissen möcht' einer doch, was das ist!«

Das Fanele kreuzt die Arme vor der Brust und setzt sich neben den Peterl auf die Ofenbank.