13. Kapitel.

Am andern Morgen, wie der Wald weiß in die graue Dämmerung schaut, kriecht der Zachenhesselhans aus der Hölle, hilft dem Hans-Tonl bei der Arbeit im Stall und breitet eine neue Streu, während das Wawrl zum Melken rüstet und das Butterfaß bereitstellt. Dann geht er schauen, ob das Zechenhaus von Mitternacht bis Morgen noch eine Kundgebung getan hat, daß es hinfort außer Dienst gesetzt sein wolle.

Die Hühner erwarten den Alten schon am Brunnentrog; sie haben den Weg durch die offene Stubentür zu dem Fenster heraus gefunden, durch das sich der erschreckte Hahn gestern Abend einen Zugang geschaffen hat. Eine Handvoll Gerste wirft ihnen der Zachenhesselhans in den Schnee.

»Heut heißt's: ausziehen,« sagt er, sucht die Holzschaufel unter der Treppe hervor und macht sich daran, an dem Zusammenbruch eine Mauer aus Schnee aufzuwerfen, um dem Wind und dem Wetter, den beiden Riesen, die nun im Walde herrschen wollen, den Eingang durch die geborstene Wand zu wehren.

Wie das geschehen ist, bahnt er sich einen Weg gegen die Unruh.

Der Helari lehnt in der Haustür und schaut über den schlafenden Winterwald.

»Na,« ruft er ihm zu, »ihr gebts ja keine Ruh bei Tag und Nacht. Wenn einer in dem Schnee auf Waldarbeit war, denkt er doch wenigstens des Nachts auf einen Schlaf.«