Keine drei Rehsprünge weit kann einer sehen ins schwarze Meer hinein.
Da – der Herrgott schlägt mit einem Flammenschwert die Wolkennacht mittendurch, und in die Kluft, die er gehauen, stürzen die wallenden Täler und Berge der Luft krachend hinein. An den Sonnenwirbelhäusern zittern die Fenster und der Kachelofen erbebt, daß der Rost darinnen klappert und das eiserne Türlein aufspringt. Das Vieh brüllt in den Ställen.
Und es geht einer mit einer goldenen Peitsche über die Berge und schlägt damit knallend um sich. Kreuz und quer und durcheinander – überall fliegendes Feuer. Darüber und darunter das Rollen und Knattern.
Es ist, als will der mit der Feuergeißel in der Hand Schleusen in die Erde schlagen, damit der rauschende Regen hinein- und nicht darüberhinwegströme. Denn die Erde ist am Verdursten. Und immer der Sturm, der um den Sonnenwirbel rennt und mit wilden brausenden Schwingen die Erde schlägt. Wirbelnd kreisen die Wolken.
Da kommt einer aus dem Walde von der Schlauderwiese herüber. Der Hans-Tonl ist aufgesprungen. In den Sonnenwirbelhäusern stehen sie und schauen durch die Fenster.
Und die Wolken wehen um ihn, und die Blitze flattern um den tollen Läufer.
»Da, hast Du's gesehen, Wurzltonl?«
»Hast Du's gesehen, Wawrl?«
»Jetzt hat ihn der Blitz erschlagen, den Hachtl!«
»Ein Flämmlein sprang ihm auf die Mütze, stand einen Augenblick, ganz blau. Hast Du's gesehen, Hans-Tonl?«