Ueber das Zechenhäusl und die Unruh ist das schwarze Meer geronnen und peitscht den Wald. Der ›kalte Winter‹, das ›Neue Haus‹ – alles im Dunkel des Wetters ertrunken.
Und der Sturm heult und die Wälder brüllen und alle Täler sind ein Brausen, ein Brausen, das die Berge stürzen möchte.
Auf dem Sonnenwirbel ist noch Sonne, bleiche, müde, letzte Sonne.
Und das schwarze Meer kriecht heran und reckt seine Arme und drückt die Sonne aus. Und die bleiche Scheibe drüben zwischen Plessen und Spitzberg ist in das gährende schwarze Meer gefallen.
Nun ist es Nacht. Und noch ist kein Abendläuten aus den Tälern heraufgeklungen.
Der Peter und der Hans-Tonl sind daheim. Sie sitzen um den Kachelofen und lauschen, wie das Rollen an den Bergwänden heraufläuft.
Der Wurzltonl, der den Pflock noch einmal fest vor die Stalltüre gestoßen, weil der so leicht herausspringt, denkt: ich will noch einmal nach der Gabi schauen.
Wie er die braune Tür öffnet, liegt die Gabi auf den Knien vor dem Kruzifix in der Ecke und betet ein Gebet.
Das ist für den Hachtl, denkt der Wurzltonl und schließt die Tür ganz leise. – –