»Fei nit, fei nit,« sagt der Tonl, »aber das Fädlein, das der Peterl und das Fanele mitsammen spinneten, das möcht' ich noch sehen.«

»Darum brauchst Dich fei nit zu grämen,« ruft das Fanele spitz.

»So kann einer wohl dem Peterl was ausrichten? Leicht, daß ich ihn eher zu sehen krieg', als das Dirnl.«

»Wenn Du magst,« sagt das Fanele und in seinen Augen ist ein spitzes Licht, »so sag ihm: wenn er auch nicht viel taugete, so wär' er mir doch hundertmal lieber als der Hans-Tonl mit sein'm wilden Schnäuzl.«

Jetzt – das ist schad', daß das Mädl so flink durch die Stalltüre gefahren. So muß der Hans-Tonl dem Fanele schuldig bleiben, was er ihm hat zahlen wollen.

»Das Harfenweibl ist am End' fertig mit ausrasten, daß wir mitsammen aufs Zechenhäusl kommen?« fragt der Hans-Tonl.

Das Harfenweibl nimmt seinen Korb von der Bank: »B'hüt Gott, Resl. Und wenn nur auf der Unruh das Wetter nix zuschanden geschlagen hat.«

»Fei nit und 's ist dasmal gar gnädig umgegangen mit uns. Ja so – auf dem Zechenhäusl hätt's auch nix getan, wenn nicht der Seppl meinete: der Schreck und das Aengsten, weil's so gar wild gekommen ist, hätt' ihm das Augenlicht völlig ausgeblasen.«

Der Tonl, der noch einmal nach der Stalltüre schaut, ob das Fanele nicht um die Ecke lueget, lauscht auf, wie er das von dem Landfahrer hört.