Wie der Tonl dem Fanele eine Weile zugeschaut hat und das Dirnlein den Milchkübel auf das Zaunstaket stülpt, sagt er:
»Hast denn auf den Peterl ganz vergessen, Fanele?«
»Hui,« macht das Mädl, »der Peterl!«
Und gelacht hat's dabei ein goldenes Lachen, das ist in den Wald hineingeflogen, wer weiß wie tief. – Da hören die Frauen zu reden auf und horchen hinüber, was denn am Zaunlattl und am Milchkübel so herzhaft spaßig ist, daß sich das Fanele ausschütten möchte vor Lachen.
's ist fei gut, daß der Brunnentrog nicht weit ist. So geht das Fanele zwei Schritt zurück, setzt sich auf den Rand des Steins und lacht: »Der Peterl vom Sonnenwirbel!« Und lacht.
Der Röhrbrunnen speit seit dem Wetter einen stärkeren Strahl und hat die Steinkufe, auf deren Rand das Fanele sitzt, gefüllt zum Überlaufen?. Und das Wasser, das darin plätschert, plätschert dem Fanele ans Stück Röckl, auf dem es sitzt. Und weil außer dem Kattunrock nicht mehr viel auf dem Dirnlein ist – –
Das Fanele hat's eiskalte Bergwasser schon gemerkt.
Aber der Tonl auch.
Und jetzt ist das Lachen am Tonl und an den Frauen. Lehnt sich das Fanele an den moosgrünen Lattenzaun. Aber ärgerlich ist's doch, weil der Tonl gesehen hat, wie das Wasser ist fürwitzig gewesen.
»Hans-Tonl, warum sorgst Dich denn um das Fanele? Wenn's einen Mann braucht, wird sich's einen suchen. Und wenn der Peterl erst auf die eignen Beine gestellt wär und hinter der Schürze von der Mahm hervorgehen wollt' – der Peterl wär gar kein Unrechter.«