»Und wenn das Wasser den Berg herunter breit über die Halden läuft, werden auch bald die Wände anfangen zu laufen im Hans-Tonl seinem Haus, das sie neben dem Stachelschwein aufstellen.«

»Helari, fei recht hast,« sagt der Hans-Tonl.

»'s sind alles Sachen, denen einer beikommen kann; aber recht hat er schon, der Helari, dasmal. So muß das Wasser, das über die Halde herabschwimmt, hinter dem Haus wieder in einem Quergraben gefangen und einer links, einer rechts um das Haus geleitet werden. Und der linke, von obenher gesehen, der bringt das Wasser zum Saufen für das Stachelschwein.

Na, Helari, was denkst nun?«

Da geht ein Zucken um den Mund vom Helari und ein Glänzen in seine Augen:

»Wenn Eure Sach gut is,« sagt er, »so wird der Helari im andern Jahr von Eurem Wasser ein Bächl sich herüberleiten auf das Seinige.«

»Jetzt – über den Wasserzins, Helari, wirst reden mit dem Hans-Tonl, gelt?« –

Wie der Augustmonat den wenigen Kornbreiten des Gebirgs reife Aehren brachte, war man daran, auf die meterdicken Umfassungsmauern den Holzbau zu setzen.

Mit einer Kraxen trug der Mann aus dem Zechenhaus auf dem Rücken die Schindeln herüber, die er die Sommerwochen hindurch fertiggestellt hatte. Und wie der September die weißen Seidenfäden in die glasklare Herbstluft warf und an den Fichtenwipfeln aufhißte – Siegesfahnen, die hinter dem scheidenden Sommer dreinwehten – hing er sie auch an den First des neuen Hauses auf der Halde.

Der Zachenhesselhans fügte die letzten Schindeln am First ein, – wie ein Reiter saß er droben – und der Hans-Tonl höhlte die Traufe, die den Regen am unteren Dachrande hinleiten sollte.