Es ist der Peterl, der dies Wort spricht. Der Zachenhesselhans schaut auf.

»Fei recht,« sagt er.

»Es ist ein Rinnen und Plätschern die ganze Bergbreite herein.«

»Soll laufen, so viel der untere Quergraben fassen kann …«

Der Helari horcht nur mit einem Ohr hin, und der Wurzltonl ist immer noch bei den Schwämmen und denkt: die Herrenpilze wenigstens könnten noch kommen. Selbst der Zachenhesselhans, der die ›Wasserkunst‹ angelegt, ist heut lieber mit seinen Gedanken beim Fanele, als auf dem Hange. Es ist ihm just das richtige Wetter.

»So eins muß der Herrgott schicken zum Hochzeiten: vom Berg herab und über den Wald hin bläst der Wind die Trompete. Die Posaune läßt er, weil sie die Hochzeitsfreude könnt' übertönen, daheim und jagt nur einen Regen und einen nassen Nebel durch die Luft. Daß er schon einen Schnee treibt, das ist eine Verrechnung, die wir ihm nicht wollen für übel halten. Wenn er merkt: es stimmt nicht, nachher wird er den Fehler ausbessern. Und der Regen ist nit lau wie ein Sommerregen, sonst könnt einer zum Tanzen das Feuerlein im Ofen nit vertragen. Aber ein Feuer muß sein, – werden erst die Herzen richtig, wenn der Kachelofen so sanft wärmelt. Mit einem Wachsen ist einmal nichts mehr jetziger Zeit. Die Vogelbeeren? 's hat nicht Not, und Schwammeln? So viel als wir brauchen, laßt der Herrgott noch jedes Jahr aufgehen.

Jetzt, Leutln: ich denk, wir machen einen ›Vogelfänger‹!«

Da muß das Harfenweibl sein Saitenspiel wieder stimmen, und der Seppl tastet sich an der Wand zur Ofenbank hinüber; das Harfenweibl hat ganz vergessen auf ihn.

Da fängt's schon zu schlürfen an: drüben das Wawrl mit der Brautkrone, daneben das flinke Fanele mit dem Flammenröcklein und dem Feuerherzen, und wieder daneben die Resl, die auch noch einen feinen ›Vogelsteller‹ mag.

Auf die Resl fahndet der Wurzltonl. Das Wawrl hat für heut den Seinigen. Und, daß die Jugend wieder zueinanderkommt: der Zachenhesselhans stellt sein Rütlein für das Fanele. – Links herum, rechts herum, hin und her, und immer geht die lustige Vogelfängerweis von der Ofenbank herüber in süßem Locken.