Aber das selige Leuchten, das er in seinen Träumen gehabt, verlor sich dennoch über allem und ward Finsternis.
Als er am vierten Abende mit Do und Maria vor dem Bilde stand, die in diesen Tagen nicht gekommen waren, weil er sie darum gebeten hatte, legte sich ein schweres Schweigen auf ihn und die Mädchen. Das zerriß er mit einem gellen Auflachen; dann rannte er in den Schuppen und stürzte mit einem hocherhobenen Grabscheit heraus und schlug blindwütig auf die Leinwand ein, bis sie in bunten Fetzen herumlag, und der Rahmen krachend zusammensank.
Husch hörte im Hause das wilde Schlagen und Knattern des Holzes.
Sie stürzte heraus und warf sich über die Trümmer und achtete des niedersausenden Spatens nicht.
Darüber kam er zu sich, und er sah sie vor dem Haufen Fetzen knien, wie sie Doris Rinkhaus anstarrte.
Da schleuderte er das Grabscheit fort und lief in das Haus.
Husch aber schritt auf Do zu, die vor Maria stand, und streckte ihre Arme aus und war anzusehen, als käme sie aus dem Grabe.
»Sie sind es gewesen!« schrie sie Do ins Gesicht – »Sie haben ihn so von sich gebracht! Nun ist er wahnsinnig geworden.«
»Nein – Sie sind es gewesen!« sagte Do, und ihre Stimme zitterte zum ersten Male. Sie wandte sich ab und wollte zu Jakobus gehen und mit ihm reden. Aber Husch kam ihr zuvor und warf sich mit heiserem Schrei auf die Schwelle.