»Ach, der liebe Gott und meine fünf Brückenmädel lassen mich nicht verderben.«
Vor dem Theater gingen sie auseinander, und als Jakobus einige Tuben Farben erstanden, eilte er nach Hause. Doris Rinkhaus sah ihn den hohen Wall des Schießstands daherkommen –
»Sie haben die Augen schon wieder voll Erlebnisse!« sagte sie.
»Mir begegnet auf allen Wegen ein Wunder! Dieser Erich Meyer ist ein Genie des Herzens … Hören Sie!« Und als sie gehört hatte, sagte sie: »Genie des Herzens! Er liegt unter den Rädern des Lebens und macht aus seinem Dasein ein Fastnachtsspiel! Aber ein Mann muß Stahl im Herzen haben.«
Dann gingen sie um die Stadt herum und wanderten nach dem Ettersberg. Erich Meyers gigantische Gemütskraft in ihrem Verhältnis zum Dasein wurde erörtert und schlug heftige Reden aus ihnen.
Jockele hatte das heilige Feuer der vorigen Nacht darüber fast vergessen. Auf einmal waren sie im Walde, und das sachte Rauschen der hohen Fichten lag um sie wie schwarzer Samt.
»Was hatte das Hexenlied in der Nacht für eine Verwirrung in Ihnen angerichtet?« fragte Do.
Es schoß eine heiße, heiße Welle Blutes in seine Stirn, aber er jauchzte sich darüber hinweg und breitete die Arme weit aus:
»Ich bin zu einem neuen Lande gefahren – warum waren Sie nicht bei mir?«
Sie hatte sich vorgenommen, dies neue Land auszukundschaften, und zog alle Segel hoch –