»Der Mensch kann schließlich nicht alles auf einmal tun,« sagte Jockele. »Jetzt bin ich dabei, mir Quasen an die Hände zu rudern – siehste nich?«
Und: »Was meinst du, Jo – ist es nicht so herrlich und tatenreich hier, daß wir bis in den Herbst bleiben müssen?« fragte Frau Doris.
»Ich habe allbereits den gleichen Wunsch,« sagte Jo. »Es ist gut, daß ich meine Mikroskope eingepackt habe. Ich werde also versuchen, mein Werk über ›die Flechten‹ dem Abschluß nahezubringen. Später – etwa im Riesengebirge – will ich es vollenden. Und zweitens werde ich eine ›spezielle Naturgeschichte der europäischen Froschlurche‹ in Angriff nehmen. Es ist da eine Lücke in der Literatur.«
»Die Sache mit den Fröschen ist etwas Neues,« warf Do überrascht ein.
»Ja. Der Gedanke dazu ist mir in diesem Boote gewachsen.«
»Indes werde ich mich mit der speziellen Naturgeschichte der ›Sturmschwalben‹ beschäftigen,« sagte Do mit bedeutendem Lächeln.
»Hm,« scherzte Jockele, »hm – ich werde also darüber nachdenken, ob sich eine so junge Frau dem praktischen Studium dieses Objektes ohne Gefahr aussetzen darf.«
»Nun,« rief Gwendolin in fröhlichem Verstehen, »man könnte ja im Notfalle dies gefährliche Studium durch eine jähe Abreise unterbrechen.«
Henrik Tofte wurde ganz still vor dem Glück, das mit ihm im Boote saß. Er dachte, es ahnte niemand, welch ungeheure Erlebnisse diese liebliche Fahrt in ihn warf.